Handball

Nach Abpfiff gab’s Lob fürs Geburtstagskind

| | 29.08.2021 17:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Jonas Wark (rotes Trikot) erzielte im Pokalspiel gegen Großwallstadt insgesamt vier Treffer. Foto: Ortgies
Jonas Wark (rotes Trikot) erzielte im Pokalspiel gegen Großwallstadt insgesamt vier Treffer. Foto: Ortgies
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OHV-Handballer Jonas Wark wurde am Sonnabend 20 Jahre alt. Mit seiner Auricher Mannschaft verlor er am Abend zwar das Pokalspiel gegen Großwallstadt mit 27:31, doch am Ende gab es lobende Worte.

Aurich - Jonas Wark hatte für seinen Geburtstag am Sonnabend extra nichts geplant. „Hätten wir hoch verloren, wäre die Stimmung auch nicht gut gewesen“, sagte er zurückhaltend. Zwar verlor er mit dem Handball-Drittligisten OHV Aurich in der ersten Runde des DHB-Pokals mit 27:31 gegen den Zweitligisten TV Großwallstadt. Zufrieden konnte der junge Mann, der am Sonnabend 20 Jahre alt wurde, trotzdem sein. „Er hat überzeugt wie ein Mann und hat das wirklich super gemacht“, sagte Aurichs Trainer Arek Blacha, der vor der Partie personell noch umplanen musste.

Die Spielberechtigung für Aurichs Neuzugang Petar Puljic vom niederländischen Erstligisten Hurry up Zwartemeer lag noch nicht vor. Den 28-jährigen Kroaten hat Blacha vorrangig für den rechten Rückraum eingeplant. Auf dieser Position spielte am Sonnabend der frisch gebackene 20-jährige Wark. „Ich hatte mich eigentlich drauf eingestellt, auf halblinks zu unterstützen“, sagte Wark. Erst am Sonnabend erfuhr er, dass es anders kommen sollte. „Auf rechts zu spielen ist für mich auch nicht ganz neu. Wir haben das trainiert und deshalb kenne ich die Abläufe.“

Für den großen Favoriten wurde es in der zweiten Hälfte eng

Die Auricher machten ihre Sache gut gegen den starken Gegner aus Bayern – vor allem auch, weil Edgars Kuksa im OHV-Tor ein starker Rückhalt war. Die erste Viertelstunde war sehr ausgeglichen. Nach einem 8:9 zogen die Gäste mit vier Toren in Folge jedoch auf 13:8 (21.) davon. Großwallstadt erhöhte auf 16:10 (25.), doch der OHV bewies Kämpferherz und verkürzte zur Pause. Mit einem Auricher 13:17-Rückstand ging es schließlich in die Kabine.

Kevin Wendlandt (links) steuerte insgesamt elf Treffer bei. Foto: Ortgies
Kevin Wendlandt (links) steuerte insgesamt elf Treffer bei. Foto: Ortgies
In der zweiten Hälfte gab Großwallstadt seine Führung zu keiner Zeit aus der Hand, zwischenzeitlich wurde es für den großen Favoriten aber eng. Beim Stand von 16:20 (35.) kamen die Auricher durch Tore von Jonas Schweigart, Kevin Wendlandt und Jonas Wark auf 19:20 (37.) heran. Wenig später verkürzte das Ostfriesen-Team durch Wendlandt – mit insgesamt elf Treffern bester Torschütze der Partie – auf 20:21. Doch Großwallstadt gelang es immer wieder, sich abzusetzen und die Auricher auf Distanz zu halten – vor allem dank der ehemaligen Erstliga-Spieler Tom Jansen und Savvas Savvas, die mit ihren zehn beziehungsweise acht Treffern nicht zu stoppen waren. Dass die Gäste letztlich aber mit nur vier Toren Unterschied gewannen, lag auch an der starken Abwehr der Auricher und dem überragenden Keeper Frederick Lüpke, der nach der Pause eingewechselt worden war.

Pokalspiel vor 400 Zuschauern

„Eine Niederlage gegen solch einen starken Gegner ist sicherlich keine Schande“, sagte Arek Blacha. „Für uns war es eine gute Prüfung für das anstehende Ligaspiel am Sonntag.“ Dann erwartet der OHV Aurich um 17 Uhr die Mannschaft von LIT 1912 II. „In der Liga wollen und müssen wir gewinnen“, sagte Blacha.

Die Trommler des OHV Aurich sorgten für Stimmung. Bis zu 1000 Zuschauer waren zu dem Pokalspiel zugelassen – letztlich kamen 400. Foto: Ortgies
Die Trommler des OHV Aurich sorgten für Stimmung. Bis zu 1000 Zuschauer waren zu dem Pokalspiel zugelassen – letztlich kamen 400. Foto: Ortgies
Das Pokalspiel am Sonnabend war die erste Partie seit rund zehn Monaten, bei der wieder Zuschauer zugelassen waren. Bis zu 1000 Fans waren erlaubt, letztlich saßen 400 in der Sparkassen-Arena, die aber für ordentlich Stimmung sorgten. „Die Atmosphäre hat uns getragen“, sagte Mannschaftskapitän Jonas Schweigart. „Vor allem in der zweiten Halbzeit haben die Zuschauer für Gänsehaut-Momente gesorgt. Leider ist uns gegen Ende auch etwas die Kraft ausgegangen, aber wir haben es zeitweise überragend gemacht“, zeigte sich Schweigart zufrieden. Auch für Jonas Wark war es letztlich ein schöner Geburtstag. „Wieder vor Zuschauern zu spielen war ein geiles Erlebnis. Die Stimmung war super, es hat einfach Spaß gemacht.“

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