Hamburg

„Football, bloody hell“: Erinnerungen an eine legendäre Fußball-Nacht

Thomas Deterding, Gregory Straub
|
Von Thomas Deterding, Gregory Straub
| 24.08.2021 14:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 14 Minuten
Artikel teilen:

Vor 20 Jahren unterlag der FC Bayern München Manchester United in einem historischen Champions League-Finale. Ein Rückblick auf die dramatischen Schlussminuten jener Nacht von Barcelona, von der unter anderem Thomas Helmer, Marcel Reif und Clive Tyldesley im großen NOZ-Storytelling ausführlich berichten.

Es ist 22:30:01 Uhr am 26. Mai 1999, als der Italiener Fiorenzo Treossi eine elektronische Anzeigetafel in den Nachthimmel von Barcelona reckt. Darauf leuchtet eine rote Drei. Treossi hat die Aufgabe, das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Manchester United als vierter Offizieller zu begleiten. Als Assistent von Schiedsrichter Pierluigi Collina hat er an diesem Abend an der Seitenlinie nicht viel zu tun. Nicht einmal das Wechselkontingent haben beide Mannschaften voll ausgeschöpft - die Bayern haben bis dato drei Mal getauscht, ManUnited hat in den vorangegangenen 90 Minuten nur zwei frische Spieler auf das Feld geschickt: Teddy Sheringham und Ole Gunnar Solskjaer. Auch das Geschehen auf den beiden Trainerbänken kann Treossi während des Spiels ignorieren: Mit Ottmar Hitzfeld und Alex Ferguson sitzen dort zwei Gentlemen des europäischen Fußballs, die ihm nicht einmal im Ansatz Grund dafür geben, beschwichtigend einzugreifen.

Doch die 90 Minuten sind jetzt vorbei. Die Bayern führen nach überlegenem Spiel durch ein Freistoß-Tor von Mario Basler mit 1:0. Der erste Triumph in der Königsklasse des europäischen Fußballs seit 1976 steht unmittelbar bevor. Nun also zeigt Treossi die drei Minuten Nachspielzeit an, die ihm Collina kurz zuvor signalisiert hatte. Drei Minuten, die in die Sportgeschichte eingehen werden.

Auf der Ersatzbank der Bayern sitzt Thomas Helmer (34), den eine seltsame Mixtur der Gefühle überfällt, wie er 20 Jahre später berichtet. Er steht kurz davor, zum ersten Mal in seiner Karriere die Champions League zu gewinnen, zittert mit seinen Kollegen, ärgert sich: Eine Minute weniger Nachspielzeit hätte es doch auch getan. Noch wütender ist der Ex-Nationalspieler in diesem Moment aber auf seinen Coach. Trainer Ottmar Hitzfeld hat ihn seit dem ersten Champions-League-Spiel bei Bröndby Kopenhagen nicht mehr berücksichtigt. Die Bayern waren in Dänemark mit einer 1:2-Niederlage in die Saison gestartet, Hitzfeld hatte diese aufgrund eines Eigentors sowie eines folgenschweren Patzers vor allem dem Abwehrspieler angekreidet. Bis zum Finale gegen United erhielt Helmer keine einzige Spielminute mehr.

Etwa 50 Meter Luftlinie entfernt von Helmer sitzt Kommentator Marcel Reif auf der Pressetribüne im Oberrang des Camp Nou. Für ihn ist die Partie bereits vor Anpfiff eine besondere: Das Finale ist das letzte Champions-League-Spiel, das der Sender RTL überträgt, ehe in der neuen Saison der Spartensender tm3 übernehmen wird. Zum letzten Mal steht Reif an diesem Abend gemeinsam mit Günther Jauch vor der Kamera, um die europäische Königsklasse analytisch und unterhaltsam in die deutschen Wohnzimmer zu bringen.

Während für Reif eine Ära als Kommentator bei RTL endet, steht sein englischer Kollege Clive Tyldesley an diesem Abend nur ein paar Plätze weiter noch ziemlich am Anfang seiner Chefkommentatoren-Karriere. Zu Saisonbeginn hatte Tyldesley beim britischen Sender ITV, der zu dieser Zeit die exklusiven Übertragungsrechte an der Champions League in England hält, übernommen. Das Finale zwischen United und den Bayern ist das erste Endspiel, das er als Chefkommentator übertragen darf. Die Feuertaufe sozusagen. „Wenn ich versagt hätte, wären meine Chefs ins Grübeln gekommen und hätten eventuell überlegt, ob sie nicht noch einen erfahrenen Mann verpflichten“, erinnert sich der heute 64-Jährige.

Wie akribisch sich der Kommentator auf die Partie vorbereitet hat, zeigen seine Notizen zu beiden Teams.

Als Fiorenzo Treossi am Spielfeldrand die Tafel mit der angezeigten Nachspielzeit gen Himmel reckt, erheben sich auf der Ehrentribüne unabhängig voneinander drei Prominente: Der amtierende UEFA-Präsident Lennart Johansson, der auf dem Platz gleich die Siegerehrung vornehmen wird, Bayern-Präsident Franz Beckenbauer sowie FCB-Edelfan Boris Becker. Das Trio trifft in der Loge vor dem Aufzug aufeinander und wartet darauf, dass der Lift kommt. Gleich geht’s hinab in den Innenraum. Boris Becker erzählt später: „Als wir in den Aufzug stiegen, stand es 1:0. Unterwegs hörten wir Jubel. Wir dachten: Okay, der Abpfiff.“ Ein Irrtum.

22:30:33 Uhr: Die Nachspielzeit läuft. Nachdem die Bayern in der zweiten Hälfte diverse Chancen auslassen (unter anderem scheitert Jancker an der Latte, Scholl am Pfosten) drücken in den letzten Spielminuten die Engländer auf den Ausgleich. Eine halbe Minute, nachdem der Vierte Offizielle seine Tafel hoch hält, grätscht Effenberg eine flache Hereingabe von Gary Neville ins Toraus. Eckball für Manchester United.

„Can they score? They ALWAYS score“

Clive Tyldesley sitzt neben seinem Co-Kommentator Ron Atkinson. Er hat noch Hoffnung für United. „Es gab bei mir diesen Optimismus, dass vielleicht bei einem Freistoß oder einer Ecke noch ein Tor fallen könnte.“ Der Engländer teilt seine positiven Gedanken mit den TV-Zuschauern auf der Insel: „Can they score? They ALWAYS score“, krächzt er ins Mikrofon, während Beckham, der Mann für die Standardsituationen, Anlauf nimmt.

22:30:35 Uhr: „Vielleicht die letzte Chance für Manchester United und die letzte gefährliche Situation für den FC Bayern“, kommentiert Marcel Reif ein paar Meter weiter, während David Beckham den Eckball an den Fünfmeterraum schlägt. Dorthin hat sich in purer Verzweiflung auch United-Keeper Peter Schmeichel gewagt. Tatsächlich mischt der Däne in seinem giftgrünen Torwartdress munter mit und verwickelt Jeremies und Linke in ein Kopfballduell. Letzterer touchiert den Ball minimal mit dem Schädel und gibt ihm eine leichte Richtungsänderung ans hintere Eck des Fünfers.

Dort springt das Leder so unglücklich auf, dass United-Stürmer Dwight Yorke keine Chance mehr hat. Er kann den Ball nur noch mit der Stirn sachte nach vorne bugsieren. Direkt in die Füße des wenige Minuten zuvor eingewechselten Thorsten Fink. Träfe der defensive Mittelfeldspieler den Ball bei seinem Versuch eines Befreiungsschlages voll, könnten die Bayern kurz durchatmen - doch er rutscht ihm über den Spann. Der kümmerliche Rettungsversuch schafft es nur kurz hinter die Sechzehnerlinie, wo United-Dribbler Giggs das Leder mit seinem schwachen rechten Fuß per Volley aufs Tor befördern will. Kommentator Marcel Reif ahnt bereits Schlimmes als er brüllt: „Giiiiiiiiggs…“

Michael Tarnat und Mehmet Scholl, die beim Eckball die beiden Pfosten abdecken, laufen zu spät raus. Scholl verliert Sheringham aus den Augen, der dem Ball per Drehschuss die entscheidende Richtungsänderung gibt. Tor für Manchester United. 1:1. „Das kann nicht wahr sein“, schreit Reif, „Teddy Sheringham“. Und spricht kurz darauf fassungslos noch einmal aus, was in diesem Moment Millionen der TV-Zuschauer denken: „Das darf nicht wahr sein!“

Die Bank von Manchester eskaliert. Trainer Ferguson springt an der Seitenlinie auf und ab. Bei den Bayern dagegen Konsternation: „Wir waren alle geschockt. Und sofort stellte sich ein Gefühl der Leere ein. Es herrschte absolute Schockstarre. Das war auf der einen Seite krass, aber auf der anderen Seite irgendwie auch menschlich. In solchen Momenten und Situationen hilft es Dir auch nicht viel, dass Du eigentlich ein erfahrener Profi bist“, beschreibt Thomas Helmer.

„Name on the trophy: Teddy Sheringham!“, kreischt Kommentator Tyldesley. Ein Satz, der in die englische Fußballgeschichte eingehen wird. Manchester United hat wieder eine Hand an der Trophäe, die zweite wird wenige Sekunden später folgen.

22:30:51 Uhr: Schiedsrichter Collina nimmt es genau, und lässt die Bayern noch einmal anstoßen. Gut zwei Minuten der Nachspielzeit sind noch zu absolvieren.

Die Münchner sind paralysiert. Sie haben Anstoß, doch als sie in die Hälfte des Gegners kommen, verlieren sie sofort den Ball. Manchester United, nach dem Ausgleich vor Adrenalin und Glückshormonen strotzend, attackiert leidenschaftlich. Die Bayern taumeln. Gleich werden sie fallen.

„The baby-faced assassin“

85 Sekunden sind seit dem traumatischen Ausgleich vergangen. Wieder startet Manchester United einen Angriff über die linke Seite. Der in der 81. Minute eingewechselte Ole-Gunnar Solskjaer bereitet das Tor, das er in wenigen Augenblicken erzielen wird, selbst vor. „The baby-faced assassin“, den Killer mit dem Babyface, nennen ihn die Fans der „Red Devils“. Ihn, der einst nach einer Einwechslung gegen Nottingham vier Tore binnen zwölf Minuten erzielte. Nun hat er schon wieder den Ball und tanzt Bayern-Verteidiger Sammy Kuffour aus. Der Ghanaer blockt das Leder mit letzter Kraft ins Aus.

22:32:16 Uhr: „Ecke noch. Wir sind in der 93. Minute. Warum, weiß nur Collina“, leitet Marcel Reif am Mikrofon den Schlussakt des Dramas ein. Wieder schreitet Beckham zur Tat. Er bringt den Eckball beinahe genau an dieselbe Stelle wie vor dem 1:1. Dieses Mal steht hier aber kein Peter Schmeichel und sorgt für Verwirrung. Stattdessen läuft Teddy Sheringham an und steht plötzlich gefühlte eineinhalb Meter in der Luft. Thomas Linke versucht zu verteidigen - keine Chance.

Der Ball fliegt in Richtung langes Eck. Am zweiten Pfosten zuckt Michael Tarnat bereits in Erwartung des Balles. Kommt der durch, kann ihn der Linksfuß wegdreschen. Doch er kommt nicht durch. Stattdessen schleicht sich Solskjaer hinter Kuffour hervor, hebt reflexartig sein rechtes Bein und touchiert das Leder - unerreichbar für Oliver Kahn schlägt es unter der Latte ein. 2:1 für Manchester United!

Bei Thomas Helmer auf der Bayern-Bank herrscht Entsetzen: „Ich dachte, das 1:2 wäre die Wiederholung des Ausgleichs gewesen. Ich habe nach dem 1:1 am Spielfeldrand noch irgendwo in die Leere gestarrt - und dann kam auch schon die zweite Ecke. Für mich war die Szene fast identisch und ich dachte: ‚Okay, das geht jetzt in die Verlängerung‘. Erst im nächsten Moment realisierte ich: ‚Nein, das war’s.‘ Es war einfach völlig crazy.“

Der Treffer fällt direkt vor der Kurve tausender ausrastender Engländer im Camp Nou. Solskjaer rutscht auf den Knien über den Rasen in ihre Richtung. Totale Ekstase auf Seiten der „Red Devils“. Es bildet sich ein rotes Jubel-Knäuel, auch die Ersatzspieler lassen alle Hemmungen fallen und stürmen aufs Feld.

Die Kameras fangen Keeper Peter Schmeichel ein, der am eigenen Sechzehner vor Freude Flickflack schlägt.

Der Bayern-Fünfer hingegen sieht aus wie ein Schlachtfeld. Tarnat lehnt geschlagen am linken Pfosten, Scholl sitzt mit leerem Blick gegenüber. Dazwischen liegt Kahn auf der Torlinie. Der Titan ist geschlagen. Am Fünfer krümmt sich Kuffour unter Tränen. Alles ist verloren. Schiedsrichter Collina steht für kurze Zeit perplex dazwischen. Dann ermuntert er die Spieler aufzustehen. Der Italiener deutet an, dass noch einmal angestoßen wird.

22:33:32 Uhr: Kurz nachdem Collina das Spiel wieder angepfiffen hat, beendet er es. Aus! Der FC Bayern ist NICHT Champions League-Sieger 1999. Die Münchner sacken in sich zusammen. Nur Wenige schaffen es, stehen zu bleiben. Stefan Effenberg läuft ziellos über den Platz. Jens Jeremies gleicht einem Häufchen Elend, ist am Boden zerstört. Thomas Helmer, selbst bitter enttäuscht, tröstet seinen Team-Kameraden rührend. Er kniet sich zum Nationalspieler auf den Rasen und legt ihm den Arm um die Schulter.

„Ich war nach Abpfiff nicht nur bei Jens sondern auch bei ein paar anderen Kollegen, wie Carsten Jancker oder Sammy Kuffour. Ich hatte ja ein gutes Verhältnis zu meiner Mannschaft und mir tat es unheimlich leid für die Jungs, die da bis zum Ende gefightet hatten. Insbesondere Jens war ja auch ein Spieler, der auf dem Platz immer alles gegeben hat. Viel sagen konnte ich den Jungs in diesem Moment allerdings nicht. Es war eher ein Reflex, eine Geste, die zeigen sollte, dass wir als Team füreinander da waren“, erinnert sich Helmer, der heute als Moderator beim TV-Sender SPORT1 den CHECK24 Doppelpass moderiert.

„Manchester United have reached the Promised Land“, frohlockt Clive Tyldesley derweil in sein Mikrofon. Er ist glücklich und spricht auch 20 Jahre nach dem Triumph aus der Sicht eines englischen Fußballfans: „In meiner Generation hatten es die Engländer, egal ob mit der Nationalmannschaft oder im Vereinswettbewerben, nur sehr selten geschafft, die deutschen Teams zu schlagen. Es war eine Genugtuung, die Bayern-Spieler nach dem Schlusspfiff so fassungslos und verwirrt zu sehen.“

Sein deutscher Kollege Marcel Reif sieht die Dinge differenzierter. Aber er ist ratlos. „Wissen Sie was? Ich habe gar keine Lust, das hier zu analysieren“, konstatiert er nach dem Schlusspfiff beinahe trotzig.

Heute sagt Reif, der mittlerweile regelmäßig als Experte für SPORT1 tätig ist, über diesen wahnwitzigen Moment: „Dieses Spiel war ja überhaupt nicht zu analysieren. Man muss sich das so vorstellen: Oft streitet man hinterher über einen nicht gegebenen Elfmeter oder Ähnliches. Aber dieses Spiel endete mit einer solchen Brutalität - es war vorbei und alle Fragen waren beantwortet. Alles, was man sich vielleicht zuvor zurechtgelegt oder überlegt hatte, wurde dann innerhalb von nur zwei Minuten in die Tonne gekloppt.“

22:33:48 Uhr: Der Aufzug mit Lennart Johansson, Franz Beckenbauer und Boris Becker ist mittlerweile im Untergeschoss des Camp Nou angekommen. Bis sie aus den Katakomben des riesigen Stadions in den Innenraum gelangen, ist das Spiel beendet. Die beiden Tore für Manchester haben die Herren gar nicht mitbekommen. Als Johansson den Rasen betritt, macht er seltsame Beobachtungen, wie er später erzählt: „Ich konnte es nicht glauben; Die Gewinner weinten und die Verlierer tanzten.“ Erst dann dämmert es ihm und ein Funktionär klärt ihn über die unglaublichen Geschehnisse der vergangenen Minuten auf.

Bevor die Siegerehrung beginnt, müssen die Bayern den schweren Gang vorbei am Champions-League-Pokal gehen und ihre Silbermedaillen abholen. Jeder bekommt das Symbol des Scheiterns um den Hals gehängt, doch fast alle Bayern nehmen das unliebsame Souvenir sofort wieder ab. Besonders dramatisch ist das Bild, als Ottmar Hitzfeld am Pokal vorbei läuft. In diesem Moment wirkt er wie ein gebrochener Mann.

Thomas Helmer erinnert die skurrile Szenerie: „Ich wollte mich einfach nur vergraben. Aber man musste an diesem Pokal vorbeilaufen, den man doch schon gewonnen zu haben schien. Ich glaube, wir alle hatten in dieser Situation das Bedürfnis, einfach wegzulaufen. Die Enttäuschung war riesig, es lief ab wie im Film - ich weiß heute auch nicht mehr, was ich anschließend mit meiner Medaille gemacht habe.“

Bayern-Keeper Oliver Kahn schildert diesen schmerzhaften Moment Jahre später: „Ich wünschte, ich hätte heulen können. Es war viel schlimmer. Durch Weinen wäre es ja möglich gewesen, die Enttäuschung über die Niederlage zu verarbeiten. Stattdessen war ich wie gelähmt. Ein geistiger und körperlicher Zusammenbruch.“

Nach dem tragischen Gang der Verlierer werden die Sieger aus England gekürt. Jeder Spieler hält kurz ein Mal die Trophäe, ehe sie in die Hände des Trainers gelangt. Stolz reckt Alex Ferguson den Henkelpott den begeisterten United-Fans auf der Tribüne entgegen.

Die Bayern sind mittlerweile in die Kabine entschwunden. Die Stimmung dort schildert Thomas Helmer: „Es war eine Szenerie, wie ich sie vorher noch nie erlebt hatte: Kein Mensch hat auch nur irgendein Wort gesagt. Es schien fast so, als wenn auch keiner mehr atmen würde. Normalerweise treten Spieler in solchen Momenten ja auch mal wütend gegen einen Koffer oder gegen die Wand. Oder man flucht oder brüllt. Aber da war nix, da war einfach gar nix mehr. Gespenstische Stille. Das war unfassbar.“

Weit nach Spielende treffen sich Marcel Reif und Günther Jauch am Übertragungswagen auf dem Parkplatz vor dem Camp Nou wieder. Ihren letzten gemeinsamen Champions-League-Einsatz für RTL hatten sie sich anders vorgestellt. Die Aufarbeitung des Dramas beginnt unmittelbar.

Eine legendäre Fußball-Nacht geht zu Ende. Aus deutscher Sicht wird die Partie später als „Mutter aller Niederlagen“ ihren Weg in die Geschichtsbücher finden. Fußball-Fans in aller Welt bringen das Champions-League-Finale 1999 bis heute vor allem mit einer von Alex Ferguson nach Spielschluss getroffenen Aussage in Verbindung: „I can't believe it! Football, bloody hell!“

Impressum

Idee, Konzept/Gestaltung, Text und Technische Umsetzung: Thomas Deterding und Gregory Straub

Illustrationen: HANDS OF GOD GBR / Elvir Osmankovic + Mathias Wolf (HANDS OF GOD ist ein Label aus Berlin, das legendäre Fußballmomente, Spieler und Vereine in Form von puristischen Illustrationen verewigt und daraus unter anderem hochwertige Poster erstellt.)

Videos: SPORT1 / CHECK24 Doppelpass

Redaktionelle Mitarbeit: Alexander Barklage, Christian Ströhl, Carina Hindersmann

Technische Mitarbeit: Holger Blumberg, Ewgenij Mauch

Vielen Dank an Nora Burgard-Arp, Anna Behrend, Marcel Reif, Thomas Helmer, Clive Tyldesley und Michael Krechting

Ähnliche Artikel