Borgholzhausen

Nach tödlichem Schuss auf Rifle Ranch: Ermittlungsergebnis steht fest

Anke Schneider
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Von Anke Schneider
| 23.08.2021 17:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Fünf Tage nach dem Drama auf der Rifle Ranch in Borgholzhausen steht für die Polizei fest: Der Schütze hat Selbstmord begangen. Er starb an seinen schweren Kopfverletzungen.

Am vergangenen Mittwochmittag hatte der Mann den Schießstand der Rifle Ranch in Borgholzhausen betreten. Hier trainieren nahezu jeden Tag Beamte der Polizei, des Zoll und der Justiz, aber auch Jäger und Sportschützen können auf der Anlage trainieren. Wer noch ungeübt im Umgang mit Waffen ist und auch keinen Waffenschein besitzt, darf unter fachlicher Aufsicht ebenfalls in den Schießsport hineinschnuppern. 

Am vergangenen Mittwoch war der Mann jedoch einziger Gast in der Rifle Ranch. Er ließ sich nach Auskunft der Betreiber zunächst verschiedene Waffen zeigen und probierte sie aus. Dann soll der 49-Jähriger aus Baden-Württemberg plötzlich auf den Trainer gezielt haben. 

Schuss in die Wand

Der ausgebildete Bundeswehrsoldat schubste den Gast und trat ihm die Beine weg, so dass er zu Fall kam. Dabei löste sich ein Schuss, der in der Wand einschlug. Das Personal der Rifle Ranch konnte den Schießstand unverletzt verlassen und die Türen sichern, so dass der Täter nicht fliehen konnte, bis die Polizei eintraf.

„Wir mussten zunächst auch ein Tötungsdelikt in Betracht ziehen“, sagt Polizeisprecherin Sarah Siedschlag. Daher wurde noch am Mittwoch eine Mordkommission gebildet, die die Ermittlungen aufnahm. Nach der Obduktion am Donnerstag stand jedoch schnell fest, dass der Mann sich selbst tötete. „Durch einen Schuss in den Kopf“, bestätigt Sarah Siedschlag.

Viele offene Fragen

Die Tat des 49-Jährigen hinterlässt viele offene Fragen. Wer war der Mann? Warum kam er aus Baden-Württemberg nach Borgholzhausen? War die Rifle Ranch sein Ziel? Oder machte er hier Urlaub und beschloss eher spontan, sein Leben zu beenden? Was war der Grund dafür, dass der Täter offenbar keinen anderen Ausweg wusste?

„Das alles war natürlich Gegenstand der Ermittlungen“, sagt Sarah Siedschlag. Auch die Polizei habe wissen wollen, welche Umstände der Tat zugrunde liegen. Die Ergebnisse möchte die Polizeisprecherin aber nicht offenlegen. „Es war Suizid und eine Fremdeinwirkung ist ausgeschlossen.“

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