Verkehr
Schlechte Straßen: Hoffen auf die Dorfentwicklung
Mangels Alternativen soll vor allem das Dorfentwicklungsprogramm für bessere Straßenverhältnisse in Suurhusen sorgen. Damit wären auch Maßnahmen denkbar, für die es sonst kein Geld geben würde.
Was und warum
Darum geht es: Dank des Dorfentwicklungsprogramms könnte unter anderem eine Überquerungshilfe am Sportplatz kommen.
Vor allem interessant für: Fußgänger in der Gemeinde Hinte, vor allem, wenn sie auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind
Deshalb berichten wir: Die Suurhuser SPD hatte uns zu einer Ortsbegehung mit Johann Saathoff eingeladen. Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de
Als Beispiel wurde bei dem Ortstermin eine Überquerungshilfe für Fußgänger zur Bushaltestelle am Suurhuser Sportplatz genannt. Wie Hintes Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos) ausführte, habe dort nämlich im vergangenen Oktober eine 24-stündige Verkehrszählung ergeben, dass viel zu wenig los ist, um auf regulärem Weg in den Genuss einer Querungshilfe zu kommen. Dafür hätten in der Stoßzeit (zwischen 7 und 8 Uhr) schon 800 Fahrzeuge vorbeikommen müssen. Es seien aber nur 50 gewesen, was einige Teilnehmer der Begehung auf die Pandemie zurückführten und eine Nachzählung forderten. Durch das Dorfentwicklungsprogramm wird das aber womöglich gar nicht mehr nötig sein, da das Verkehrsaufkommen für eine Finanzierung nicht mehr so wichtig wäre. Stattdessen geht es bei dem Programm darum, unter Bürgerbeteiligung die Wünsche der Bevölkerung dank eines besonderen Fördertopfs umzusetzen. Sofern diese bestimmte andere Kriterien erfüllen, ist es egal, wie sinnvoll sie letztendlich sind.
Erste Bürgerveranstaltung zum Ende des Jahres geplant
Es ging bei der Begehung aber nicht nur um die Situation an der Bushaltestelle, sondern auch um den Zustand der Suurhuser Straßen im Allgemeinen. So gebe es immer Beschwerden von den Bewohnern und Besuchern des Wohnparks Concordia, die beispielsweise mit Rollatoren unterwegs sind und auf Stolperfallen stoßen. Auch würden Schlaglöcher und hochstehende Kanten das Schieben erschweren. Zwar habe die Gemeinde in der vergangenen Woche schon einen Fußweg entlang der alten Bundesstraße 70 ausgebessert, hieß es nun bei dem Ortstermin. Es gibt aber noch immer viele Unebenheiten, es fehlen mancherorts Fußwege und man ärgere sich über Lohnunternehmen, die Abkürzungen durch die schmalen Straßen nehmen und Passanten zur Seite drängen, hieß es. Manche Bereiche seien darüber hinaus schwer einsehbar – zum Beispiel durch auswuchernde Hecken. Redenius kündigte an, das überprüfen zu lassen.
Am Ende des Ortstermins verwies auch er noch einmal auf die Möglichkeiten des Dorfentwicklungsprogramms. Nach jetzigem Stand sollen sich demnach Ende September die Firmen vorstellen, die das Projekt in der Gemeinde betreuen wollen. Nachdem man sich für eine von ihnen entschieden hat, soll sie unter Bürgerbeteiligung einen Dorfentwicklungsplan ausarbeiten. Voraussichtlich Ende dieses Jahres soll es die erste öffentliche Informationsveranstaltung zu diesem Vorhaben geben, so der Bürgermeister. Es handelt sich um einen jahrelangen Prozess.