Köln

Luke Mockridge sagt seine Shows ab – Statement zu Vorwürfen

Lorena Dreusicke
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Von Lorena Dreusicke
| 22.08.2021 11:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Luke Mockridge meldet sich zurück – mit einer Einordnung der Hasswelle gegen ihn. Die Justiz habe die Vorwürfe gegen den Comedian entkräftet. Die Folgen der Angelegenheit verarbeite er noch.

Luke Mockridge hat sich in einem achtminütigen Instagram-Video zu den vor einigen Monaten gegen ihn angebrachten Vorwürfen von einer Ex-Freundin geäußert. Seine Shows für dieses Jahr auf der Comedy-Bühne und im Fernsehen sagte der 32-Jährige ab. Er müsse sich erst „im Stillen sammeln“ und mit professioneller Hilfe „wieder zu mir finden“.

In den sozialen Netzwerken könne man seit ein paar Monaten „die furchtbarsten Dinge“ über ihn lesen. „Ich werde mit Sachen konfrontiert, die nie passiert sind“, sagt Mockridge. Angesichts der „Welle des Hasses“ habe er sich nicht früher dazu öffentlich geäußert. Er beschreibt eine „Angst“ und „Wut“ über die „ungerechten“ Vorgänge in den sozialen Netzwerken, wo ihn Nutzer seit geraumer Zeit haltlos als Vergewaltiger beschimpfen.

Mockridge berichtet seine Sicht der Dinge: Vor drei Jahren habe er eine „emotionale Trennung“ von seiner damaligen Freundin durchgemacht. Monate danach habe sie ihn „wie aus dem Nichts“ angezeigt. Die Frau werfe Mockridge „versuchte Vergewaltigung“ vor, für eine Nacht, in der Mockridge Sex wollte, sie aber nicht und es dann auch nicht dazu gekommen sei, wie er berichtet. 

Staatsanwälte finden keine Hinweise für Fehlverhalten

Die Anzeige zu lesen, beschreibt Mockridge als „unfassbar“. Die beiden hätten vor und nach der besagten Nacht schöne Zeiten durchlebt, sagt er und verweist darauf, dass die Staatsanwaltschaft auf zwei Instanzen keinen Tatverdacht ermitteln konnte. Statt zur Polizei hätte seine Ex-Freundin lieber mit ihm zur Paartherapie gehen sollen, meint er nun. Denn sie beide seien „zwei Menschen, die Gift füreinander sind.“

Juristisch sei der Fall längst begraben gewesen, als die Vorwürfe im Frühling in die Öffentlichkeit gelangten. Dabei habe sich der Sturm der Entrüstung bis zu Morddrohungen hochgeschaukelt. Sein Haussender Sat.1 schritt im April mit deutlichen Worten ein. Die „Lynchjustiz“ müsse ein Ende haben:

Gebracht hat der Aufruf zur Mäßigung wenig. „Es werden immer Konsequenzen gefordert, aber es kann keine Konsequenzen geben für etwas, das nicht passiert ist“, sagt Mockridge nun. 

Er brauche nun Zeit für sich und wolle bis 2022 im Privaten bleiben: „Ich hoffe, oder ich glaube und ich weiß, dass es dann wieder lustig wird.“

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