Fußball

Middels: Mit namhaften Verstärkungen nach ganz oben?

Heiner Steenhoff
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Von Heiner Steenhoff
| 19.08.2021 18:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Der TuS Middels geht mit einem nochmals verstärkten Kader in die Saison der Fußball-Bezirksliga. Die Defensive ist mit ein Prunkstück der Mannschaft. Die Schwachstelle ist der eigene Platz.

Middels - In den vergangenen Jahren drehte sich das Personalkarussell in Middels von Saison zu Saison oftmals ganz beachtlich. Mit sechs Neuzugängen und vier Abgängen gehört der Verein zwar auch diesmal, was die Spielerwechsel betrifft, zu den aktivsten in der Bezirksliga. Doch war es früher oftmals mehr Masse als Klasse, legt der TuS nach 2020 auch vor dieser Saison sein Hauptaugenmerk auf erfahrene und leistungsstarke Akteure. Mit Trainer Uwe Langheim und dem sportlichen Leiter Sven Glöckner stehen seit dem letzten Jahr zudem zwei Trainer an der Seitenlinie, die bereits höherklassig aktiv waren.

Der interessanteste Neuzugang

Dieser ist mit Sicherheit Manuel Menzel. Der letztjährige Kapitän des Oberligisten Kickers Emden wechselt aus privaten Gründen nach Middels. Mit 32 Jahren will er fußballerisch kürzertreten. Mit seiner Erfahrung werden Menzel, aber auch Neuzugang Marco Voigt (SpVg Aurich), die ohnehin gute Abwehr des TuS weiter verstärken. Aber auch für den Offensivbereich wechseln mit Glen Sokoli (SpVg Aurich), letztjähriger Torschützenkönig der Bezirksliga, und Jonah Nagel (Kickers Emden) zwei weitere spielstarke Akteure nach Middels.

So tickt der Trainer

Mit Uwe Langheim (früher Spieler und Trainer bei Kickers Emden) und Sven Glöckner (früher Trainer in Esens und Wilhelmshaven) hat der TuS Middels vor einem Jahr zwei erfahrene Kräfte geholt, um einen fußballerischen Umbruch einzuleiten.

Der andere Blick in den Kader

Ein weiteres Ziel von Langheim und Glöckner ist die Förderung und der Einbau von jungen Fußballern in den Bezirksliga-Kader. Für die nächsten Jahre soll daher auch versucht werden, den Jugendfußballbereich des TuS Middels auszubauen. Für den Anfang möchten die Middelser versuchen, Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen zu bilden. Kurzfristig werden diese Bemühungen sicher noch „keine Früchte“ tragen, zumindest auf mittelfristige Sicht hofft man aber den richtigen Weg, rein fußballerisch gesehen, zu gehen.

Das sind die Ziele

Folgerichtig möchte der TuS Middels in den nächsten Jahren in die Landesliga aufsteigen. Für die neue Saison ist das Erreichen der Aufstiegsrunde fest eingeplant. Aufgrund der verkürzten Spielzeit in der Staffel A mit nur 14 Spieltagen ist vor allem ein guter Start wichtig. Nachdem das erste Spiel aufgrund starker Regenfälle ausfiel, wurde die zweite Partie gegen Aurich deutlich mit 3:7 verloren.

Das ist besondersbei Heimspielen

Zum Saisonbeginn musste der TuS Middels bereits zwei Begegnungen wegen starker Regenfälle absagen. „Gegen Weene fielen innerhalb einer Dreiviertelstunde 45 Liter Regen auf den Quadratmeter“, sagt Vereinsvorsitzender Hartmut Eiben. „Leider ist die Drainage unseres Platzes schon etwas älter.“ Zumindest zum Training können die erste und zweite Mannschaft auf den Neben- oder auch den Schulsportplatz ausweichen. Dieser kann einiges an Regen vertragen, hat jedoch nicht die erforderlichen Maße.

Gourmet-Tipp bei Heimspielen

Am Sportplatz in Middels stehen mehrere Verkaufswagen. „Die sind so etwas wie unser Vereinsheim“, stellt Eiben dazu mit einem Lächeln fest. Dort können sich die Zuschauer in der Halbzeit mit Kaffee und Kuchen oder auch Bratwürsten und Frikadellen versorgen. „Und nach dem Abpfiff unterhalten sich die Zuschauer gerne noch mit den Spielern über die Begegnung“, weiß der Vereinsvorsitzende.

Unsere Prognose

Im Normalfall sollten die namhaften Verstärkungen für den Defensiv- und Angriffsbereich des TuS Middels für einen Tabellenplatz eins bis vier ausreichen.

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