Fußball

Klar formuliertes Ziel: TuS Esens will in die Landesliga

Heiner Steenhoff
|
Von Heiner Steenhoff
| 13.08.2021 14:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Trainer Ralf Backhaus (ganz rechts) und Rolf Pinkernell (Sportlicher Leiter, ganz links) freuen sich über die Rückkehr von Remko Til (Zweiter von links) und Kim Böning aus der A-Jugend. Foto: Steenhoff
Trainer Ralf Backhaus (ganz rechts) und Rolf Pinkernell (Sportlicher Leiter, ganz links) freuen sich über die Rückkehr von Remko Til (Zweiter von links) und Kim Böning aus der A-Jugend. Foto: Steenhoff
Artikel teilen:

Der TuS Esens nimmt die Favoritenrolle in der Fußball-Bezirksliga an. Trainer Ralf Backhaus möchte mit seinem Team in dieser Spielzeit den Aufstieg schaffen. Die Voraussetzungen sind geschaffen.

Esens - In der Berichterstattung zum dies- und letztjährigen Saisonstart in der Fußball-Bezirksliga wurde ein Verein von den Trainern immer wieder als erster Favorit genannt: der TuS Esens. Dieser Einschätzung wurde der Verein schließlich im Herbst letzten Jahres durch die souveräne Tabellenführung nach dem Abbruch der Saison dann auch bestätigt.

Nach zehn absolvierten Begegnungen lag der TuS Esens mit sechs Punkten Vorsprung deutlich voraus. „Die Runde hätten wir klar gewonnen“, zeigte sich Trainer Ralf Backhaus zufrieden und selbstbewusst. Und die ersten Ergebnisse zum diesjährigen Saisonstart zeigen, dass die Elf von Trainer Ralf Backhaus auch in der kommenden Spielzeit wieder ein entscheidendes Wort bei der Vergabe der vorderen Plätze mitreden wird.

Der interessanteste Neuzugang

Wenn der TuS Esens nur zwei Neuzugänge zu verzeichnen hat, so dürften beide den Kader, der aus 21 Spielern besteht, noch weiter verstärken. „Remko Til haben wir mit offenen Armen aufgenommen. Wir wussten ja, was wir an ihm haben“, sagt Trainer Backhaus über den Rückkehrer von Kickers Emden. Wenn Til in dem einen Jahr in Emden auch nicht über die Reservistenrolle hinauskam, so wird der Zwei-Meter-Mann die Abwehr des TuS sicherlich nicht nur körperlich verstärken. Neben Remko spielen zudem auch noch sein Bruder Frank und künftig eventuell noch ein weiterer Bruder, der zurzeit in A-Jugend aktiv ist, für Esens. Mit Kim Böning stößt zudem ein talentierter Mittelfeldspieler zur Mannschaft. Verletzungsbedingt hat Oliver Janssen den Verein verlassen müssen.

So tickt der Trainer

Ralf Backhaus, der zu Beginn der 90er Jahre zur erfolgreichen Esenser Mannschaft in der drittklassigen Amateur-Oberliga gehörte, war früher auch noch im Handball und Tischtennis aktiv. Später trainierte er dann die Damen-, die A- und D-Jugendelf des Vereins. Mit der Übernahme des Traineramtes in der Bezirksliga gab er diese Ämter dann ab. Regelmäßig bringt er einen seiner Söhne zum Jugend-Training des SV Meppen. „Das mache ich gerne“, so Backhaus. Und ganz uneigennützig stellt er fest: „Ein bisschen was kann man auch vom U15-Training der Meppener für das eigene Training mitnehmen.“

Der andere Blick in den Kader

Wie alle Mannschaften der Klasse setzt auch der TuS Esens auf den Nachwuchs. Ganz ohne erfahrene Stammspieler kommt aber auch die Backhaus-Elf nicht aus. Einer der Ältesten, wenn nicht gar der älteste Feldspieler der Klasse, ist Marco Feddermann. „Er bekommt aber nichts geschenkt“, sagt Trainer Backhaus über den 41-jährigen Verteidiger. „Bei Sören Siemens ist es ähnlich. Beide sind aber clever genug, dass sie merken, wenn es nicht mehr geht.“ So ist Backhaus froh, dass beide sich weiterhin in den Dienst der Mannschaft stellen.

Das sind die Ziele

„Unser klares Ziel ist der Aufstieg in die Landesliga“, zeigt sich Backhaus selbstbewusst. Nachdem die Esenser in der vergangenen Saison beim Abbruch die Staffel anführten, erhofft sich der Trainer in der neuen Spielzeit eine ähnliche Konstellation. Um auf längere Dauer diesen höheren Anspruch gerecht zu werden, weiß er aber auch, dass es dafür notwendig ist, dass die Jugendmannschaften des Vereins wieder auf Bezirksniveau gebracht werden müssen.

Das ist bei den Heimspielen wichtig

Eine große Baustelle ist derzeit der Rasensportplatz an der Peldemühle. Dieser wird bis zum Ende des Jahres zu einem hochmodernen Kunstrasenplatz umgebaut. Ab 2022 sollen dort dann die Heimspiele des TuS ausgetragen werden. Bis dahin nutzen die Esenser den Kunstrasenplatz bei der Dreifachhalle.

Der Gourmet-Tipp

Aufgrund des Umbaus des Stadions werden der mobile Bierwagen und die Stadiongaststätte weniger genutzt werden können. Bis Ende des Jahres müssen die Zuschauer bei den Heimspielen an der Dreifachhalle auf Getränke aber nicht verzichten. Nach dem Stadionumbau werden die Zuschauer ab dem Frühjahr 2022 dann vom Vereinswirt Cevat Yavuz und seiner Elke im Vereinsheim auch wieder frischen Kuchen und Kaffee serviert bekommen.

Unsere Prognose

Mit den Neuzugängen Til und Böning konnte sich der TuS in der Abwehr und im Mittelfeld weiter verstärken. Da die Angriffsreihe mit Meints, Lettau und Sukowski sowieso zu den stärksten der Klasse gehört, wäre alles andere als Rang eins oder zwei in der Abschlusstabelle fast schon eine Überraschung.

Ähnliche Artikel