Infrastruktur
Stolperfallen statt Wege in Suurhusen
In Suurhusen befindet sich eine große Altenwohnanlage. Doch die Wege drumherum sind voller Stolperfallen. Die Gemeinde hat nun erste Sanierungen unternommen.
Was und warum
Darum geht es: Viele Wege und Straßen in Suurhusen sind in einem schlechten Zustand.
Vor allem interessant für: Diejenigen, die oft zu Fuß oder auch mit dem Rad in Suurhusen und Umgebung unterwegs sind.
Deshalb berichten wir: Die SPD hat einen Vor-Ort-Termin angekündigt. Wir haben daraufhin schon bei der Gemeinde angefragt, was geplant ist. Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de
„Die Infrastruktur in Suurhusen ist leider nicht an die Erfordernisse der großen Altenresidenz angepasst worden“, schreibt beispielsweise die SPD Hinte. Davon soll sich unter anderem demnächst auch Johann Saathoff überzeugen, denn der SPD-Bundestagsabgeordnete wurde von seinen Genossinnen und Genossen aus Hinte eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen.
Stolperfallen auf den Wegen
Doch die Probleme sind auch der Gemeinde schon bewusst. So habe man schon angefangen, den aus Betonplatten bestehenden Fußweg entlang der alten Bundesstraße 70 auszubessern. „Das setzen wir auch noch fort“, sagt Bürgermeister Uwe Redenius auf Nachfrage.
Das Problem, das beschreiben sowohl die SPD als auch der Bürgermeister, besteht im Zustand der Fußwege. „Der Fußweg vom Kiefern / Tannenweg bis zur Siedlung In’t Kampke ist in einem sehr schlechten Zustand. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die mit ihrem Rollator und Rollstuhl unterwegs sind, benutzen die Straße (dreißiger Zone), um sich unfallfrei bewegen zu können“, beschreibt es die SPD. Schlaglöcher und hochstehende Kanten bei den Betonplatten würden das Schieben des Rollators und allgemein eine stolperfreie Fortbewegung erschweren. Die Arbeiten, die vom Bauhof der Gemeinde Hinte durchgeführt werden, sollen hier zumindest eine grundlegende Verbesserung schaffen.
Auch Straßen sind verbesserungswürdig
Während gewisse Arbeiten an Wegen und Straßen durch den Bauhof erledigt werden können, bedeuten größer angelegte Sanierungen und Instandsetzungen nicht nur oft die Beauftragung von Firmen, sondern auch entsprechend hohe Investitionen. Das dürfte auch bei der Suurhuser Straße der Fall sein. „Ich möchte aber nicht ausschließen, dass hier über das Dorfentwicklungsprogramm etwas möglich ist“, so der Bürgermeister.
Was ist das Dorfentwicklungsprogramm?
Hinte war in diesem Jahr als einzige Kommune in Ostfriesland neu in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen worden. Das Förderprojekt des Landes ist laut dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz „eines der zentralen und auch beliebtesten Förderinstrumente für die ländlichen Räume“. Dörfer, die im Entwicklungsprogramm sind, haben die Möglichkeit, verschiedenste Vorhaben fördern zu lassen. Hierzu muss zunächst unter Beteiligung der Menschen in den einzelnen Orten ein sogenannter Dorfentwicklungsplan erstellt werden. Danach sind Förderungen beispielsweise für Straßen- und Platzsanierungen, Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude, Erhalt dorftypischer Häuser oder Schaffung gemeinschaftlich genutzter Räume möglich.
Die vorbereitenden Arbeiten für die Teilnahme gehen im Hintergrund weiter, wie Redenius auf Nachfrage bestätigt. Mitte September sollen sich voraussichtlich Planungsgesellschaften, die für die Umsetzung zwingend notwendig sind, Politik und Verwaltung vorstellen. Wenn man sich hier für eine Gesellschaft entschieden hat, sollen laut Redenius die ersten Info-Veranstaltungen für die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Hinte folgen.
Laut einer Nachfrage beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems aus dem März folgt auf eine Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm meist eine ein- bis zweijährige Planungsphase mit Bürgerbeteiligung, bevor die eigentlichen Projektförderanträge gestellt werden. Wie viel Geld dann letztendlich nach Hinte fließt, könne deswegen auch gar nicht vorausgesagt werden. „Das hängt von den konkreten Projekten ab“, so Anja Thomßen, Bereichsleiterin „Strukturförderung ländlicher Raum“. Auch wie lange ein Dorf im Förderprogramm bleibe, sei von den konkreten Anträgen und Vorhaben abhängig. „Meist dauert die Förderphase aber sechs bis sieben Jahre“, so Thomßen.