Gesundheit
Kreis Aurich stattet 122 Schulräume mit Luftfiltern aus
122 Räume in kreiseigenen Schulen werden mit Luftfiltern ausgestattet. Damit verfährt der Landkreis Aurich anders als die Stadt Aurich.
Aurich - Der Landkreis Aurich wird zunächst 122 Räume in den kreiseigenen Schulen mit mobilen Luftfiltern ausstatten. Das teilte die Verwaltung am Donnerstag mit. Die Ausschreibung sei inzwischen erfolgt. Damit verfährt der Landkreis anders als es die Verwaltung der Stadt Aurich plant. Sie will ihre Schulen und Kitas mit CO2-Meldern ausstatten. Die warnen bei zu hohen Kohlendioxid-Belastungen der Raumluft. Auf Luftfilter sei man nicht angewiesen, weil alle Räume ausreichend quergelüftet werden können, hatte Fachbereichsleiter Hardwig Kuiper argumentiert.
Die Schulen in der Trägerschaft des Landkreises werden hingegen im September mit den Luftfiltergeräten ausgerüstet. Die Anlagen werden nach Angaben der Kreisverwaltung insgesamt rund 203.000 Euro kosten. Man erwartet, dass das Land etwa die Hälfte des Betrages übernimmt. Das Land Niedersachsen hatte nach Kreisangaben Anfang Juli bekanntgeben, den Schulträgern insgesamt 20 Millionen Euro für die Ausstattung der Schulen mit Lüftungsanlagen zur Verfügung stellen zu wollen. Nachdem die insgesamt zwölf Kreis-Schulen der Verwaltung ihren Bedarf gemeldet hatten, war vom Schulamt eine Priorisierung in insgesamt drei Stufen durchgeführt worden.
Nicht alle Räume bekommen Geräte
Demnach sollen zunächst die Räume der Priorisierungsstufen 1 und 2 mit Luftfiltern ausgestattet werden. Dabei handelt es sich um 33 Räume, in denen ein Querlüften nicht möglich ist und um weitere 89 allgemeine Klassenräume, in denen die fünften und sechsten Jahrgänge untergebracht sind. Fachräume, von denen es insgesamt 230 in den kreiseigenen Schulen gibt, fallen in die Priorisierungsgruppe 3, in der aktuell noch keine Luftfilter vorgesehen sind. Aber auch dort könnte es weiteren Bedarf geben, falls eine Erweiterung der zentralen Lüftungsanlage nicht möglich ist, so die Kreisverwaltung. Dies würde dann aber im Einzelfall geprüft.
„Ziel ist es, die Virenlast in den Räumen der Schulen des Landkreises Aurich möglichst gering zu halten, um das Risiko einer Corona-Infektion zu minimieren“, erklärt Kreissprecher Rainer Müller-Gummels in der Mitteilung. Die mobilen Luftfilter ersetzten dabei jedoch nicht das Lüften der Räume.
Es habe sich aber gezeigt, dass ein Lüften bei niedrigen Temperaturen von den Schülern als unangenehm empfunden wurde. Inzwischen gebe es auch Empfehlungen diverser Institutionen, die zum Aufstellen von Raumluftfiltern als Ergänzung zum Lüften in Teilbereichen der Schulen raten.