Fußball

Sieg in der Verlängerung – Kickers steht im Finale

Bernd Hasbach und Maren Stritzke
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Von Bernd Hasbach und Maren Stritzke
| 03.08.2021 23:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Während Kickers Emden (links) über das Tor zum 3:2 in der Verlängerung jubelte, machte sich bei den Esensern die Enttäuschung breit.
Während Kickers Emden (links) über das Tor zum 3:2 in der Verlängerung jubelte, machte sich bei den Esensern die Enttäuschung breit.
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Kickers Emden steht erstmals im Finale des Ostfriesland-Cups. Der Fußball-Oberligist gewann das Halbfinale gegen den TuS Esens erst in der Verlängerung mit 4:2. Beide Teams spielten in Unterzahl.

Emden - Für die rund 450 Zuschauer war es ein langer Fußballabend, der aber einiges zu bieten hatte: Das Ostfriesland-Cup-Halbfinale am Dienstag zwischen Gastgeber Kickers Emden und dem TuS Esens endete nach regulärer Spielzeit 2:2, wobei die Gäste aus der Bärenstadt in den Schlussminuten noch gute Chancen verpasst hatten. Die Partie ging in die Verlängerung. Beide Mannschaften spielten in Unterzahl. Letztlich wurde der Emder Fußball-Oberligist doch noch seiner Favoritenrolle gerecht und bezwang den Bezirksligisten mit 4:2. Damit steht Kickers im Finale des hoch dotierten Turniers. Das Endspiel wird am Freitag, 13. August, ausgetragen. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir nun erstmals das Finale erreicht haben“, sagte Kickers-Coach Stefan Emmerling.

Vor rund 450 Zuschauern boten die Teams ein umkämpftes Halbfinalspiel. Fotos: Doden
Vor rund 450 Zuschauern boten die Teams ein umkämpftes Halbfinalspiel. Fotos: Doden
Die Gastgeber waren in der ersten Hälfte spielerisch zwar überlegen, doch die Esenser agierten clever, standen defensiv stabil und versuchten, über Konter Nadelstiche zu setzen. Den ersten Warnschuss gab aber Holger Wulff ab, dessen 16-Meter-Flachschuss knapp das TuS-Tor verpasste (9.). Kickers-Keeper Jannik Wetzel war dann in den folgenden Minuten sowohl bei Thorsten Lettaus Schuss als auch bei Manuel Meints, der es nach einer Ecke mit einem Distanzschuss versuchte, zur Stelle (14., 17.). Machtlos war Wetzel in der 29. Minute. Nachdem sich Meints auf der linken Seite durchgesetzt hatte und seine Flanke Lettau erreichte, brauchte dieser nur noch zum 0:1 einzuschieben.

Der Ball flog dem TuS Keeper Havemann durch die Beine – 1:1

Die Esenser Führung hielt jedoch nicht lange. Kickers‘ niederländischer Neuzugang Darlin van der Werff stand in der 36. Minute goldrichtig und zog etwa fünf Meter vor dem Tor aus halbrechter Position ab. Der Ball flog TuS-Keeper Jannes Havemann durch die Beine – und zum 1:1 ins Netz (36.). In den folgenden Spielminuten passierte nicht mehr viel, sodass es bis zur Pause beim 1:1 blieb.

Nach dem Seitenwechsel ging es mit guten Chancen auf beiden Seiten weiter. Doch sowohl van der Werff (54. und 66.) als auch Lettau, der es aus 16 Metern versuchte (65.), konnten aus ihren Chancen kein Kapital schlagen. Auch Nikky Goguadzes Seitfallzieher ging knapp am Esenser Tor vorbei (71.). In der 79. Minute war Nikky Goguadzes Schuss noch abgeblockt worden, ehe Alagie Jabbie für Kickers das 2:1 erzielte. In den Schlussminuten wurde es noch mal richtig spannend: Thorsten Lettau traf zum 2:2 (86.). Kurz darauf hätte der eingewechselte Niklas Sukowski sogar das Esenser 3:2 erzielen können. Sein Schuss aus rund 30 Metern flog aber knapp am leeren Kickers-Tor vorbei (88.). In der Nachspielzeit scheiterte Niklas Pinkernell aus rund fünf Metern am Emder Torhüter. Kurz darauf sah Nikky Goguadze nach einer Tätlichkeit die Rote Karte und musste vom Platz (96.).

Das Halbfinalspiel ging schließlich in die Verlängerung. Hier machte Kickers Emden dann alles klar. Nach einer Ecke erzielte David Goguadze per Kopf das 3:2 für Kickers, kurz darauf legte Darlin van der Werff das 4:2 nach. In den nachfolgenden Minuten spielte auch Esens in Unterzahl, weil Jan-Henrik Keiser nach einem Foul an Holger Wulff ebenfalls die Rote Karte gezeigt bekam. „Wir haben wirklich alles gegeben. Nach dem 4:2 und der Roten Karte war das Spiel aber entschieden“, sagte Esens-Trainer Ralf Backhaus.

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