Berlin

Grünes Klimaschutzprogramm: Verteuern statt verbieten!

Tobias Schmidt
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Von Tobias Schmidt
| 03.08.2021 17:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
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Konkret Handeln für den Klimaschutz: Mit ihrem Sofortprogramm versuchen die Grünen, wieder in die Spur zu kommen. Der Konkurrenz sollte das Anlass sein, endlich ernsthaft in das Wahlkampf-Kernthema einzusteigen.

Denn Annalena Baerbock hat ja recht. Die nächste Regierung muss die Weichen stellen. Wenn selbst das reiche und stabile Deutschland seinen Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel nicht leistet, wer sollte es dann schaffen? 

Symbolpolitik hilft nicht weiter

Ein (grünes?) Klimaschutzministerium braucht es dafür allerdings nicht. Da ist die Ansage von SPD-Kandidat Olaf Scholz überzeugender, der das Thema als Kanzler zur Chefsache machen würde. Auch Baerbocks Rufe nach dem Tempolimit oder dem Verbrenner-Aus im Jahr 2030 sind vor allem Symbolpolitik.

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Der entscheidende Hebel zur CO2-Vermeidung ist die CO2-Bepreisung. Erst wenn es teuer wird, wird gespart, wird anders produziert und anders Energie gewonnen. Der Prozess ist im Gange, muss aber beschleunigt werden, hierzulande und global.

Jetzt muss Laschet aus der Deckung kommen

Das haben die Grünen jenseits aller Verbotsrhetorik ebenso erkannt wie die FDP, das sagen nicht nur führende Klimaforscher, das sagt auch CDU-Grande Wolfgang Schäuble. Jetzt wäre es an Unions-Kandidat Armin Laschet und SPD-Mann Scholz, Tacheles zu reden und nicht länger so zu tun, als gäbe es den Klimaschutz zum Nulltarif.

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