Kinder in Bewegung

Auf dem Emder Wall wird das Freizeitangebot weiter ausgebaut

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 27.07.2021 17:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
So soll die Klettermühle in ein paar Wochen aussehen. Grafik: Archiv
So soll die Klettermühle in ein paar Wochen aussehen. Grafik: Archiv
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Die Arbeiten für die neue Klettermühle am Emder Wall haben längst begonnen. Sie soll sogar überraschend bald fertig sein. Auch am Schwanenteich tut sich was.

Was und warum

Darum geht es: Kinder können bald an einer Nachbildung der Johanna-Mühle am Emder Wall klettern.

Vor allem interessant für: Emderinnen und Emder sowie Menschen, die den Emder Wall gerne für ihre Freizeitgestaltung nutzen

Deshalb berichten wir: Uns war die große abgesperrte Fläche am Wall aufgefallen. Da es sich bei der Baustelle nur um Vorbereitungen für die Klettermühle handeln konnte, wollten wir von der Stadt Details zur Fertigstellung und anderem wissen.

Die Autorin erreichen Sie unter: m.hanssen@zgo.de

Emden - Der Emder Wall soll insgesamt attraktiver werden. Ein erster Schritt: der Sport-Parcours am Heuzwinger (zwischen Schützenhof und Brücke zum Neuen Theater). Als zweites entsteht derzeit die Klettermühle in der Nähe des Blumenpavillons. Die Bodenarbeiten sind bereits gemacht und zeigen die beachtlichen Ausmaße des neuen Kinder-Spielgeräts, das der Johanna-Mühle nachempfunden ist. Laut Stadtsprecher Eduard Dinkela sollen die ersten Mädchen und Jungen schon ab der 33. Kalenderwoche, also ab Mitte August, losklettern können.

Die Mühle soll in der Aufmachung dem Kletterleuchtturm auf dem Spielplatz im Emder Stadtteil Wolthusen am Ende der Johannes-Calvin-Straße ähneln. Ebenso wie bei diesem Turm, für den der Pilsumer Leuchtturm ein Vorbild war, soll es eine große Rutsche geben, die von der Mühlen-Gallerie runterführt. Über Griffe an der Mühlenaußenwand können die Kinder in Öffnungen auf verschiedenen Höhen klettern, aber auch über Stricke, Leitern und Netze. Im Innern können sie die verschiedenen Plattformen erklettern. Für Eltern, Großeltern und andere Begleitpersonen soll es Sitzmöglichkeiten geben - mit Tischen für eine Picknick-Pause. Die Mühle - wie auch die restlichen Maßnahmen am Wall - werden unter anderem über das Städteförderungsprogramm des Bundes ermöglicht. Insgesamt kosten die Maßnahmen für das Projekt „Grünes Band“ knapp 3,3 Millionen Euro.

Kritik am Sportparcours wird aufgenommen

Die Sportlerin Martina Grammel testete für diese Zeitung den neuen Freiluft-Parcours. Foto: Ortgies
Die Sportlerin Martina Grammel testete für diese Zeitung den neuen Freiluft-Parcours. Foto: Ortgies
Der neue Freiluft-Parcours, der Trainingsmöglichkeiten für Erwachsenen sowie Spielbereiche für Kinder bereit hält, wird aus Sicht der Stadt „schon gut von unterschiedlichen Gruppen genutzt“, so Dinkela. Es stehe auch im Raum, dass dort Trainingseinheiten durch Sportvereine sowie das Seniorennetzwerk Nettwark, das Teile des Parcours mitgestaltet hatte, stattfinden sollen.

Aber: Es gibt auch Kritik. Diese Zeitung hatte den Parcours mit der Emder Sportlerin Martina Grammel getestet, die anmerkte, dass die Greifstangen im Erwachsenen-Bereich deutlich zu dick seien. Auch ein Spielplatzprüfer hatte gegenüber dieser Zeitung bestätigt, dass die Stangen zwar noch normkonform seien, aber die Dicke schon im oberen Bereich liege. „Es bestand beim Hersteller keine Option, den Stangendurchmesser zu konfigurieren und entspricht in allen Teilen den technischen Regeln und geltenden Spielplatznormen“, erklärt Eduard Dinkela auf Nachfrage. Allerdings sei nach dem Hinweis der Sportlerin der Hersteller informiert worden. Ob sich dadurch an dem Parcours etwas ändert, der für Menschen mit etwas kleineren Händen kaum zu nutzen ist, steht noch im Raum.

Wie geht‘s beim Schwanenteich weiter?

Auf einem Spielplatz in Wolthusen steht bereits eine Nachbildung des Pilsumer Leuchtturms. Die Klettermühle am Wall soll ähnliche Funktionen haben. Foto: Hanssen/Archiv
Auf einem Spielplatz in Wolthusen steht bereits eine Nachbildung des Pilsumer Leuchtturms. Die Klettermühle am Wall soll ähnliche Funktionen haben. Foto: Hanssen/Archiv
Das Parkgelände am Schwanenteich soll umgestaltet werden. Die Stadt hatte einen Wettbewerb für Landschaftarchitekten gestartet, die Vorschläge einreichen konnten. „Das Preisgericht aus Fachleuten und Politik hat am 7. Juli 2021 getagt“, so Dinkela. Dem Gremium gehörten Vertreter der Politik, Fachleute der Verwaltung „und, wie bei Planungswettbewerben vorgeschrieben, aus externen Fachmännern und Fachfrauen aus dem Feld der Landschaftsarchitektur“ an. Zwei Entwürfe hätten dieselbe fachliche Qualität aufgewiesen, so dass sich die Preisjury nicht auf einen Sieger habe festlegen können. Jetzt geht es sozusagen ins Stechen. Beide Verfasser sollen ihre Entwürfe nun überarbeiten. „Die Entscheidung über den Siegerentwurf wird voraussichtlich im Oktober durch das Preisgericht getroffen“, so der Sprecher.

Wie genau der Schwanenteich umgestaltet werden soll, wird sich also erst nach der Oktober-Entscheidung klären. „Der Rat der Stadt Emden wird dann entscheiden, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge und Zeitpunkt realisiert werden sollen“, sagt Dinkela. Der Schwanenteich-Spielplatz allerdings ist bereits durch ein paar neue Geräte erweitert worden. Insbesondere bei gutem Wetter wird das Gelände insgesamt sehr gut genutzt.

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