Kinder in Bewegung
Auf dem Emder Wall wird das Freizeitangebot weiter ausgebaut
Die Arbeiten für die neue Klettermühle am Emder Wall haben längst begonnen. Sie soll sogar überraschend bald fertig sein. Auch am Schwanenteich tut sich was.
Was und warum
Darum geht es: Kinder können bald an einer Nachbildung der Johanna-Mühle am Emder Wall klettern.
Vor allem interessant für: Emderinnen und Emder sowie Menschen, die den Emder Wall gerne für ihre Freizeitgestaltung nutzen
Deshalb berichten wir: Uns war die große abgesperrte Fläche am Wall aufgefallen. Da es sich bei der Baustelle nur um Vorbereitungen für die Klettermühle handeln konnte, wollten wir von der Stadt Details zur Fertigstellung und anderem wissen. Die Autorin erreichen Sie unter: m.hanssen@zgo.de
Die Mühle soll in der Aufmachung dem Kletterleuchtturm auf dem Spielplatz im Emder Stadtteil Wolthusen am Ende der Johannes-Calvin-Straße ähneln. Ebenso wie bei diesem Turm, für den der Pilsumer Leuchtturm ein Vorbild war, soll es eine große Rutsche geben, die von der Mühlen-Gallerie runterführt. Über Griffe an der Mühlenaußenwand können die Kinder in Öffnungen auf verschiedenen Höhen klettern, aber auch über Stricke, Leitern und Netze. Im Innern können sie die verschiedenen Plattformen erklettern. Für Eltern, Großeltern und andere Begleitpersonen soll es Sitzmöglichkeiten geben - mit Tischen für eine Picknick-Pause. Die Mühle - wie auch die restlichen Maßnahmen am Wall - werden unter anderem über das Städteförderungsprogramm des Bundes ermöglicht. Insgesamt kosten die Maßnahmen für das Projekt „Grünes Band“ knapp 3,3 Millionen Euro.
Kritik am Sportparcours wird aufgenommen
Aber: Es gibt auch Kritik. Diese Zeitung hatte den Parcours mit der Emder Sportlerin Martina Grammel getestet, die anmerkte, dass die Greifstangen im Erwachsenen-Bereich deutlich zu dick seien. Auch ein Spielplatzprüfer hatte gegenüber dieser Zeitung bestätigt, dass die Stangen zwar noch normkonform seien, aber die Dicke schon im oberen Bereich liege. „Es bestand beim Hersteller keine Option, den Stangendurchmesser zu konfigurieren und entspricht in allen Teilen den technischen Regeln und geltenden Spielplatznormen“, erklärt Eduard Dinkela auf Nachfrage. Allerdings sei nach dem Hinweis der Sportlerin der Hersteller informiert worden. Ob sich dadurch an dem Parcours etwas ändert, der für Menschen mit etwas kleineren Händen kaum zu nutzen ist, steht noch im Raum.
Wie geht‘s beim Schwanenteich weiter?
Wie genau der Schwanenteich umgestaltet werden soll, wird sich also erst nach der Oktober-Entscheidung klären. „Der Rat der Stadt Emden wird dann entscheiden, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge und Zeitpunkt realisiert werden sollen“, sagt Dinkela. Der Schwanenteich-Spielplatz allerdings ist bereits durch ein paar neue Geräte erweitert worden. Insbesondere bei gutem Wetter wird das Gelände insgesamt sehr gut genutzt.