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Kanister entsorgt: Großeinsatz in Eilsum

In Schutzanzügen bargen die Feuerwehrleute die Kanister und sicherten sie in sogenannten Überfässern. Bild: Feuerwehr

Mehrere Feuerwehren mussten am Donnerstag nach Eilsum ausrücken. Ein Landwirt hatte in einem Graben sechs Kanister mit einer unbekannten chemischen Substanz entdeckt. 55 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Eilsum - Illegal entsorgte Kanister haben in der Krummhörner Ortschaft Eilsum am Donnerstagnachmittag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Wie ein Sprecher mitteilt, hatte ein Landwirt sechs Kanister in einem Graben an der Straße „Im Wolder“ entdeckt und daraufhin die Untere Wasserbehörde informiert.

Der Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Aurich bemerkte beim Öffnen eines Kanisters ein ungewöhnliches Geräusch, das auf eine chemische Reaktion schließen ließ. Daraufhin wurden die Krummhörner Ortsfeuerwehren Krummhörn-Nord, Krummhörn-Ost, Visquard und Pewsum-Woltzeten alarmiert sowie der Gefahrgutzug der Feuerwehr Sandhorst und der Rüstwagen-Kran des Landkreises Aurich aus Norden. Die Einsatzstelle wurde großräumig abgesperrt.

Da Teile des Stoffes bereits in das Gewässer gelangt waren, legten die Einsatzkräfte der Krummhörner Feuerwehr Ölsperren aus, um eine weitere Ausbreitung des Stoffes zu verhindern. Die Spezialkräfte des Gefahrgutzuges entnahmen Proben aus den Kanistern. Im Anschluss wurden die Kanister in zwei sogenannte Überfässern gesichert. Der Bauhof der Gemeinde Krummhörn transportierte diese anschließend ab. Wie sich später herausstellte, befanden sich in den Kanistern die Stoffe Aceton und Sterol.

Die Feuerwehr war zeitweise mit 55 Einsatzkräften im Einsatz. Insgesamt dauerte der Einsatz drei Stunden. Die Polizei bittet um Hinweise. Zeugen können sich unter den Telefonnummer 04931/9210 sowie unter 04923/805710 mit den Beamten in Verbindung setzen.

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