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Drei Vereine gründen die JSG Ostfriesenkicker

Der neue Vorstand freut sich auf die Zusammenarbeit in den nächsten zwei Jahren (von links): Axel Rumkorf, Holger Loers, Mathias Bontjer (1. Vorsitzender), Willem Noorlander und Boris Lotz.Bild: Privat

In der kommenden Saison wird die frisch gegründete JSG Ostfriesenkicker am Fußball-Spielbetrieb teilnehmen. Redakteur Niklas Homes äußert sich in einem Kommentar zur Entwicklung von Vereinszwangsehen und der Namensgebung dieser Zusammenschlüsse.

Ostfriesland - Der VfL Ockenhausen, der TSV Hesel und der SV Stern Schwerinsdorf haben sich – auch dem demografischen Wandel geschuldet – auf eine feste Zusammenarbeit in Form einer Spielgemeinschaft im Jugendfußball verständigt. Daneben ist der VfB Uplengen als Partnerverein Bestandteil der Spielgemeinschaft im Mädchenbereich. Mit Beginn der Saison 2020/2021 werden die JSG-Mannschaften nunmehr unter der Bezeichnung „JSG Ostfriesenkicker“ am Spielbetrieb teilnehmen.

JSG wer?

Ein Kommentar von Niklas Homes

Zwangsehen zwischen Fußballvereinen werden immer häufiger. Das ist absolut nachvollziehbar, da vor allem kleinere Vereine vermehrt mit Personalproblemen zu kämpfen haben. Um überhaupt ein Team stellen zu können, müssen Spielgemeinschaften (eine sogenannte SG oder JSG in der Jugend) mit anderen Vereinen eingegangen oder Jugendfördervereine (JFV) gegründet werden. Undurchsichtig und unerklärlich ist mittlerweile aber, welche Teamnamen sich solche Mannschaften geben. In manchen Fällen kann man diese nicht mal mehr einer Region zuordnen – geschweige denn erahnen, welche Vereine sich dahinter verbergen. Die Bezeichnungen TiMoNo für Timmel, Moormerland und Nortmoor oder WIR für Westerende, Ihlow und Riepe sind gerade so an der Grenze der Nachvollziehbarkeit. Aber JSG Ostfriesenkicker? So kann man ein Team für ein Hobbyturnier nennen, aber nicht im offiziellen Spielbetrieb. Der VfL Ockenhausen, der TSV Hesel und der SV Stern Schwerinsdorf tun sich mit dem Namen ihrer neuen JSG keinen Gefallen – zumal obendrein durch das Wegfallen der Vereinsnamen die Identifikation der Jugendspieler mit dem Heimatverein abhandenkommen könnte. Statt JSG Ostfriesenkicker wäre man mit dem klassischen JSG Ockenhausen/Hesel/Schwerinsdorf besser beraten.

Den Autor erreichen Sie unter n.homes@zgo.de.

Insgesamt sind für die erste Halbserie drei Juniorinnen- (D- bis B-Juniorinnen) und neun Juniorenmannschaften (G- bis A-Junioren, davon je zwei E- und F-Jugendteams) gemeldet worden. Darüber hinaus befindet sich eine E-Mädchenmannschaft im Aufbau. Kürzlich fand weiterhin im Vereinsheim des SV Stern Schwerinsdorf die Gründungsversammlung der „Jugendfördergemeinschaft Ostfriesenkicker e.V.“ statt.

In Anwesenheit der Vereinsvorstände der Stammvereine Hesel, Ockenhausen und Schwerinsdorf sowie einiger Jugendbetreuer wurde im Rahmen der Versammlung der erste formelle Grundstein für die zukünftige gemeinsame Jugendarbeit gelegt. Mit Boris Lotz, Axel Rumkorf, Holger Loers, Willem Noorlander und Mathias Bontjer wurden aus der Mitte der Anwesenden der Vorstand für die nächsten zwei Jahre einstimmig gewählt. Mittlerweile wurde auch durch einen Notar die Vorbereitung für die Eintragung in das Vereinsregister vollzogen.

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