Borkum

Kriminalität

Angeblicher Raubüberfall auf Borkum: Tourist war nur gestolpert

An diesem belebten Ort sollte die Tat angeblich stattgefunden haben. Zahlreiche Zeugen, hatten etwas anderes beobachtet. Foto: Heidtmann

Er behauptete, zwei Männer, die an seinen Koffer wollten, hätten ihn geschlagen – in Wirklichkeit war der Gast auf Borkum selbst hingefallen. Warum er eine Falschanzeige erstattete, bleibt ein Rätsel.

Borkum - Im Fall eines vorgetäuschten Raubversuchs auf Borkum ist das Motiv des angeblichen Opfers bislang nicht bekannt. Der 65-jährige Inselbesucher hatte angegeben, am vergangenen Mittwoch um 14 Uhr auf der Straße „Am Georg-Schütte-Platz“ Opfer eines versuchten räuberischen Diebstahls geworden zu sein. Wie die Polizei mitteilt, kamen Ermittlungen der Beamten aber zu dem Schluss, dass die von ihm geschilderten Ereignisse nie stattgefunden haben.

Der Mann hatte behauptet, dass zwei unbekannte männliche Personen einen seiner Koffer stehlen wollten und ihn zudem körperlich attackiert hätten. Zahlreiche Zeugen, die dem Zeugenaufruf der Borkumer Polizei folgten, gaben jedoch an, dass der Mann mit seinem Gepäck gestolpert und gefallen sei, wobei er sich Verletzungen im Gesicht zugezogen habe.

Völlig offen ist weiterhin, warum der Mann fast anderthalb Stunden nach dem Vorfall eine Falschanzeige bei der Polizei erstattete. Der Tourist ist nun selbst Beschuldigter in einem Verfahren wegen des Vortäuschens einer Straftat. Er schweigt bislang zu den Vorwürfen gegen ihn.

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