| Borkum/sp - Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes hat der Betreiber des Borkumer Seniorenhus In’t Skuul, Gunnar Sander, am vergangenen Donnerstag in die Räume seines Pflegehauses eingeladen. Neben den vielen Senioren aus dem eigenen Haus waren selbstverständlich auch Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung anwesend, die dem etwas verspäteten Neujahrsempfang sowie der provisorischen Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau des Seniorenhauses beiwohnten. Nach dem sehr schön gestalteten Gottesdienst nutzte der Betreiber die Möglichkeit, um sich anfangs in aller Form bei seinen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit der letzten Monate zu bedanken. Ohne deren unermüdlichen Einsatz sowie die ehrenamtliche Hilfe von außerbetrieblichen Personen wäre das Haus nicht dort, wo es jetzt stünde. „Sie geben jeden Tag ihr Bestes“, unterstrich Sander seinen Dank mit Blick auf seine Mitarbeiter. Nach diesem kurzen Rückblick ging der Betreiber des Seniorenhauses auf die kommenden Monate ein, die nach seiner Aussage sehr spannend werden sollen. So steht unter anderem der Erweiterungsbau des Hauses an. Aber auch im Haus sei man auf dem besten Weg, alte Zöpfe ab zu schneiden und unter anderem ein „Wohngruppen-Konzept“ zu installieren. Dadurch soll nach Auskunft von Sander erreicht werden, dass sich die Bewohner nicht mehr so viel allein auf den Zimmern, sondern in der Gemeinschaft im Haus aufhalten. „Zukunft braucht Vertrauen“, unterstrich Sander mit Nachdruck und richtete dabei seinen Blick an die Anwesenden, die er dazu aufforderte, dem Seniorenhus noch „etwas mehr Zeit“ zu geben. Er, Sander, stehe dafür ein, mehr „Licht und Transparenz“ in das Unternehmen zu bringen. Sehr erfreut zeigte sich Sander auch im Hinblick auf die enge und gute Zusammenarbeit mit den hiesigen Ärzten, Apotheken, Kirchen und der Musik. Dies sei nicht immer selbstverständlich, sagte Sander. Im gleichen Atemzug wandte er sich an Bürgermeisterin Kristin Mahlitz, die ja erst letzte Woche versprochen hatte, dass das Krankenhaus auf der Insel bestehen bleibe. Für das Seniorenheim wäre es nämlich ein „wichtiger Aspekt und ein Wunsch“, ein Krankenhaus in der unmittelbaren Nähe zu wissen. Dies vor allem auch in Hinblick auf immer häufigere Anfragen von pflegebedürftigen Personen vom Festland, die gern auf der Insel Urlaub machen würden. Bürgermeisterin Kristin Mahlitz betonte in ihrer Ansprach, dass es auch der Wunsch der Stadtverwaltung sei, das Krankenhaus an diesem Platz zu belassen, aber eben nichts versprochen werden könne. Erneute Gespräche mit dem Landrat bezüglich des Krankenhauses kündigte die Bürgermeisterin für den nächsten Tag an. Im weiteren Verlauf ihrer Rede sprach Mahlitz die Anerkennung für die geleistete Arbeit der vielen Mitarbeiter des Seniorenheimes an. „Hierfür möchte ich ihnen meinen Respekt aussprechen.“ Respekt zollte sie auch dem Betreiber Gunnar Sander, der in einer schweren wirtschaftlichen Zeit den Mut findet, das Haus mit „erheblichen finanziellen Mitteln“ zu erweitern. Mahlitz: „Ich denke, auch das spricht für die sowohl unternehmerische als auch in der Ausführung hervorragende Qualität ihrer Arbeit.“ Der positive Wandel, den die Privatisierung des Altenheimes durch den Unternehmer Gunnar Sander erfahren habe, sei von Anfang an spürbar gewesen, zeigte sich Mahlitz von dem richtigen Schritt in der Politik überzeugt. Zum Schluss des feierlichen Empfanges oblag es dem Betreiber, eine kupferne Rolle als Grundstein im „alten Gebäude“ zu versenken. Da der Bau bereits seit Mitte Dezember aufgrund der aktuellen Witterung still stehe, werde die „richtige Grundsteinlegung“ in Kürze nachgeholt. |